Nachdem ich im letzten Urlaub fremdgewandert bin, gibt es nun eine Fortsetzung nach bewährtem Konzept mit dem bewährten Reiseteam – nämlich Urlaub auf blauen Dunst mit Matze und mir.

Diesmal wollen wir 3 ½ Wochen den Osten Kanadas rund um die Großen Seen unsicher machen - ja natürlich, ist es klar, wenn wir die Großen Seen umrunden wollen, bleibt ein kurzer Abstecher in die USA nicht aus.

Wie immer an dieser Stelle der obligatorische Hinweis:

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nachtanzen.

Arbeitstitel:

sight-See-ing - Kanna da oder Kanna da nich

oder

Nordamerikas Big 5

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Mittwoch, 20. Mai 2015

19.05.15 Blind River – Sault Ste. Marie



Das Schöne an einem Motel ist die meist verkehrsgünstige Lage. Man muss nicht ewig rumsuchen, da es meist an der Route liegt. 

Das Schlechte widerrum ist die ... verkehrsgünstige Lage, besonders dann, wenn in unmittelbarer Nähe eine Bahnlinie verläuft. Und diesmal hatten wir das Glück. 

Das Thema ist nur, dass man bei Online Buchung nur selten diese Info bekommt – „Hey Hinweis: Es könnte sein, dass in der Nacht ein Zug durch ihr Zimmer fährt.“ Es war zwar nur einmal, aber dafür sehr intensiv. Erst wurde ich wachgetrötet (wer die Amizüge kennt, weiss wovon ich rede) und dann bewegt sich das ganze Bett rhythmisch unter mir davon.

Die Nacht war dann ohne weiteren „Entgleisungen“ gegen 7 Uhr beendet.

Das Wetter sonnig mit morgentlichen 8 frischen Grad.

Es folgte ein schnelles Frühstück bei Tim. Der Laden war der erste auf dem Weg.





Der Trans-Canada –Highway 17 nach Sault Ste Marie an sich ist landschaftlich nicht besonders attraktiv mit einigen Ausnahmen von sich der Blick zu m -hurosee öffnet. Nach endlosem schnurgeradem Dahinschleichen mit 90Km/h erreichten wir gegen Mittag die Grenzstadt.


Leider sieht man hier vom Lake Superior nicht besonders viel. Lediglich eine Bucht mit dem Verbindungsfluss zum Huronsee. Nicht das das nicht schon imposant gewesen wäre, wollten wir trotzdem Mee(h)r vom flächenmäßig größten Süßwassersee der Erde sehen. So fuhren wir weiter nach Batchawana Bay und ein Stück weiter die Küste entlang. Hier konnte man die Ausmaße dieses Gewässers erahnen.




Die Temp fiel auf frostige 3°C. Dazu wurde es recht windig und es kam leichter Schneefall hinzu. Na wenn das nicht das perfekte Wetter für einen (fast) Sommerurlaub Ende Mai ist.



Es wurden die obligatorischen Fotos gemacht, bevor wir wieder zurück nach Sault Ste Marie fuhren. 

Souveniermartkt mit indianischer Handwerkskunst

kennt man ... oder?




Bei Ankunft war es erst gegen 3 Uhr, so beschlossen wir den Grenzübertritt zu den USA zu wagen und unser Nachtquartier auf der amerikanischen Seite von Sault Ste Marie in Michigan zu beziehen

Die Einreiseformalitäten bei der direkten Einreise kannten wir ja bereits zur Genüge. Nun aber kamen wir über den Landweg aus Kanada. Gerüchten zufolge hieß es, dass die Grenzer da nicht ganz so pingelig seien. Weit gefehlt. 

Wir fuhren erst kreuz und quer den Hinweisschildern zur US-Grenze folgend, durch Sault Ste Marie, ehe wir zur Kontrollstation kamen. Die Kanadier machten keine Anstalten uns nur ansatzweise zu kontrollieren. Wahrscheinlich sind die froh über jeden der ausreist. 



Über eine laaange Brücke kamen wir dann zur US-Kontrollstation. Hier interessierte man sich schon eher für uns – und zwar sehr persönlich. Wir fuhren mit dem Wagen zur Passkontrolle durften ein paar dusselige Fragen beantworten, um anschließend einem Grenzer, der vor uns zu Fuß den Weg anzeigte mit und im Wagen zum folgen. 

Vor über hundertdreißig Jahren gab es so etwas auch schon mal. Nur war damals das Auto grad erfunden und damit die nicht so Fortschrittlichen nicht von diesen überfahren wurden, rannte ein Scout mit einer Flagge vor den Fahrzeugen her.

Jedenfalls bat er uns in ein Garage zu fahren und nochmal die Fragen von vorhin – Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin? Habt eine Adresse dort? Was wollt ihr hier? Geld dabei? Den Hund vor Abreise noch Gassi geführt usw.

Dann wurden wir in ein Büro geführt und erst einmal warten gelassen. Die Pässe hatte man uns natürlich abgenommen. Es waren zwar Beamte zugegen, aber es scherte sich niemand um uns. Alle schauten ganz gespannt auf ihre Monitore – sah wichtig aus. 

Dann endlich nach endlosen 5 min kehrte der Beamte, der uns zuvor hier abgesetzt hatte, wieder ins Büro zurück und nahm sich nun auch Unser an. Und natürlich wieder mit wieder die dussligen Fragen und dem ganzen Identitätsritus  -Fingerabdrücke, dummes Gesicht für 10€ für die Kamera. Dann durften wir noch für das Visum 6$ pro Riecher ab- und wir und dann verdrücken.

Das Visum hatte der Kumpel in den Pass getackert. Als wir kurz danach mal in unsere Pässe schauten, fielen sie ab. Na den praktischen Teil der Büroarbeit müsste der Kollege aber noch ´n büschn üben.

Inzwischen wurde unser Wagen gefilzt und das Gepäck durchwühlt, wie wir später feststellen mussten. Selbst Erik blieb nicht unverschont. Wer weiss, was die ihn alles gefragt haben, worauf er keine Antwort wusste.

Dann kam der Nächste der die Hand aufhielt, der Konrolletti von der Mautstation –mit 3,50$.

Wir nahmen gleich die erste Abfahrt nach Downtown um zur Schleuse zu kommen. Doch der zugehörige Park schien geschlossen. Also kümmerten wir uns zunächst um eine Bleibe. Wir entschieden uns für ein Motel gleich in der Nähe.

Seit Montreal schienen sämtliche Motelbetreiber indischer Abstammung. Das muss eine Mafia sein, wie bei uns die Rosenverkäufer  - Wolle Zimmer mieten?

Nach eine kurzen Pause machten wir uns nocheinmal auf den Weg zum hiesigen Walmart für morgiges Frühstück.

Auf der Suche nach dem Abendessen schlenderten wir so die Esplanade  -nennen wir sie mal so – auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität entlang und entdeckten dann doch noch einen Eingang zu Park der zu Schleuse führte. Die Aussichtspaltform war, trotz es überdacht war recht zugig und frisch – nein eisig. Es lief gerade ein Schleusenvorgang, dem wir ca. eine halbe Stunde zusahen, bevor wir uns halb erforen von dannen machten.




 In einem Amerikanisch-Mexikanischen Restaurant kehrten wir zum Dinner mit dem Klassiker Steak.

...natürlich ... bei 3°C.

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