Das Schöne an einem Motel ist die meist verkehrsgünstige
Lage. Man muss nicht ewig rumsuchen, da es meist an der Route liegt.
Das Schlechte widerrum ist die ... verkehrsgünstige Lage,
besonders dann, wenn in unmittelbarer Nähe eine Bahnlinie verläuft. Und diesmal
hatten wir das Glück.
Das Thema ist nur, dass man bei Online Buchung nur selten
diese Info bekommt – „Hey Hinweis: Es könnte sein, dass in der Nacht ein Zug
durch ihr Zimmer fährt.“ Es war zwar nur einmal, aber dafür sehr intensiv. Erst
wurde ich wachgetrötet (wer die Amizüge kennt, weiss wovon ich rede) und dann
bewegt sich das ganze Bett rhythmisch unter mir davon.
Die Nacht war dann ohne weiteren „Entgleisungen“ gegen 7
Uhr beendet.
Das Wetter sonnig mit morgentlichen 8 frischen Grad.
Es folgte ein schnelles Frühstück bei Tim. Der Laden war
der erste auf dem Weg.
Der Trans-Canada –Highway 17 nach Sault Ste Marie an sich
ist landschaftlich nicht besonders attraktiv mit einigen Ausnahmen von sich der Blick zu m -hurosee öffnet. Nach endlosem schnurgeradem
Dahinschleichen mit 90Km/h erreichten wir gegen Mittag die Grenzstadt.
Leider sieht man hier vom Lake Superior nicht besonders
viel. Lediglich eine Bucht mit dem Verbindungsfluss zum Huronsee. Nicht das das
nicht schon imposant gewesen wäre, wollten wir trotzdem Mee(h)r vom
flächenmäßig größten Süßwassersee der Erde sehen. So fuhren wir weiter nach
Batchawana Bay und ein Stück weiter die Küste entlang. Hier konnte man die
Ausmaße dieses Gewässers erahnen.
Es wurden die obligatorischen Fotos gemacht, bevor wir
wieder zurück nach Sault Ste Marie fuhren.
| Souveniermartkt mit indianischer Handwerkskunst |
| kennt man ... oder? |
Bei Ankunft war es erst gegen 3 Uhr,
so beschlossen wir den Grenzübertritt zu den USA zu wagen und unser
Nachtquartier auf der amerikanischen Seite von Sault Ste Marie in Michigan zu
beziehen
Die Einreiseformalitäten bei der direkten Einreise
kannten wir ja bereits zur Genüge. Nun aber kamen wir über den Landweg aus
Kanada. Gerüchten zufolge hieß es, dass die Grenzer da nicht ganz so pingelig
seien. Weit gefehlt.
Wir fuhren erst kreuz und quer den Hinweisschildern zur
US-Grenze folgend, durch Sault Ste Marie, ehe wir zur Kontrollstation kamen. Die
Kanadier machten keine Anstalten uns nur ansatzweise zu kontrollieren.
Wahrscheinlich sind die froh über jeden der ausreist.
Über eine laaange Brücke
kamen wir dann zur US-Kontrollstation. Hier interessierte man sich schon eher
für uns – und zwar sehr persönlich. Wir fuhren mit dem Wagen zur Passkontrolle
durften ein paar dusselige Fragen beantworten, um anschließend einem Grenzer,
der vor uns zu Fuß den Weg anzeigte mit und im Wagen zum folgen.
Vor über hundertdreißig Jahren gab es so etwas auch schon
mal. Nur war damals das Auto grad erfunden und damit die nicht so Fortschrittlichen
nicht von diesen überfahren wurden, rannte ein Scout mit einer Flagge vor den
Fahrzeugen her.
Jedenfalls bat er uns in ein Garage zu fahren und nochmal
die Fragen von vorhin – Wo kommt ihr her? Wo wollt ihr hin? Habt eine Adresse
dort? Was wollt ihr hier? Geld dabei? Den Hund vor Abreise noch Gassi geführt
usw.
Dann wurden wir in ein Büro geführt und erst einmal warten
gelassen. Die Pässe hatte man uns natürlich abgenommen. Es waren zwar Beamte
zugegen, aber es scherte sich niemand um uns. Alle schauten ganz gespannt auf
ihre Monitore – sah wichtig aus.
Dann endlich nach endlosen 5 min kehrte der
Beamte, der uns zuvor hier abgesetzt hatte, wieder ins Büro zurück und nahm
sich nun auch Unser an. Und natürlich wieder mit wieder die dussligen Fragen und
dem ganzen Identitätsritus
-Fingerabdrücke, dummes Gesicht für 10€ für die Kamera. Dann durften wir
noch für das Visum 6$ pro Riecher ab- und wir und dann verdrücken.
Das Visum hatte der Kumpel in den Pass getackert. Als wir
kurz danach mal in unsere Pässe schauten, fielen sie ab. Na den praktischen
Teil der Büroarbeit müsste der Kollege aber noch ´n büschn üben.
Inzwischen wurde unser Wagen gefilzt und das Gepäck durchwühlt,
wie wir später feststellen mussten. Selbst Erik blieb nicht unverschont. Wer
weiss, was die ihn alles gefragt haben, worauf er keine Antwort wusste.
Dann kam der Nächste der die Hand aufhielt, der
Konrolletti von der Mautstation –mit 3,50$.
Wir nahmen gleich die erste Abfahrt nach Downtown um zur
Schleuse zu kommen. Doch der zugehörige Park schien geschlossen. Also kümmerten
wir uns zunächst um eine Bleibe. Wir entschieden uns für ein Motel gleich in
der Nähe.
Seit Montreal schienen sämtliche Motelbetreiber indischer
Abstammung. Das muss eine Mafia sein, wie bei uns die Rosenverkäufer - Wolle Zimmer mieten?
Nach eine kurzen Pause machten wir uns nocheinmal auf den
Weg zum hiesigen Walmart für morgiges Frühstück.
Auf der Suche nach dem Abendessen schlenderten wir so die
Esplanade -nennen wir sie mal so – auf
der Suche nach einer geeigneten Lokalität entlang und entdeckten dann doch noch
einen Eingang zu Park der zu Schleuse führte. Die Aussichtspaltform war, trotz
es überdacht war recht zugig und frisch – nein eisig. Es lief gerade ein
Schleusenvorgang, dem wir ca. eine halbe Stunde zusahen, bevor wir uns halb
erforen von dannen machten.
In einem Amerikanisch-Mexikanischen Restaurant kehrten
wir zum Dinner mit dem Klassiker Steak.
| ...natürlich ... bei 3°C. |
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