Die Nacht verlief ruhig und endete ohne den gestrigen Krachmacher
gegen 7 Uhr.
Nach dem Frühstück sind wir gegen 9 Uhr zu Fuß los zum
Mietwagenverleiher Alamo – die Strecke hatten wir ja bereits gestern erkundet.
Nach dem Papierkrieg stellte man uns unser Gefährt für die nächsten 3 Wochen
vor – ein SUV GMC Acadia 3,6l V6 mit 7 Sitzen in entsprechender Größe.
Mein Kommentar
dazu war:“ ... der ist aber ´n büschn klein.“ Dem Mitarbeiter schlief fast das
Gesicht ein und sagte, er hätte noch was Größeres da, als Matze ihn auf den
kleinen Scherz meinerseits hinwies.
Zurück zum Hotel auschecken. Zwischen 10 Uhr und halb 11
fuhren wir los. Unser erstes Ziel war der Mont Royal (Namesgeber der Stadt
Montreal) für einen Blick über die Stadt – leider war das Wetter heute etwas zugezogen
und somit fiel unser Aufenthalt auch etwas kurz aus. Während die letzten beide
Tage mit sonnigen Aussichten aufwarten konnten, sollte es heute überwiegend
trüb bleiben mit leichten Regenfällen.
Unser Route nach Ottawa führte erst nichtendend in nordwestlicher
Richtung aus Montreal hinaus. Da wir die Highways aus landschaftlichen Gründen meiden
wollten, schickt uns die Navitante natürlich alle möglichen Nebenstraßen lang,
bis wir nicht mehr wussten wo wir grade waren, da in der Metropolregion alle
Ortschaften fließend ineinander übergehen – aber wir wollten es ja so.
Was uns gleich zu Beginn auffiel - Samstag scheint hier Flohmarkt
bzw. Garagenverkauf zu sein.
Raus aus der Metropole führte unser Weg zuerst am nördlichen
Ufer des Sankt Lorenz Stromes entlang, bis wir bei Hawkesbury den Fluss überquerten
und damit auch die Grenze zu Ontario – und plötzlich war man der englischen
Sprache wieder mächtig.
Mittag nahmen wir bei KFC ein. Hier recherchierten wir
noch ein wenig zu unseren heutigen Übernachtungsoptionen. Diese sahen leider, wie
das heutige Wetter, ein wenig trübe aus.
Aus nicht geklärten Gründen fanden
sich keine freien Motels in Ottawa und der näheren Umgebung und so reservierten
wir (online) ca.70km außerhalb in einem kleinen Nest names Arnprior.
Weiter ging es über Nebenstraßen, die jetzt
landschaftlich nicht mehr so attraktiv waren, nach Ottawa. Und immer wieder
saßen Leute mit Gabentischen vor ihren Anwesen, um ihren Krempel zu verticken.
Während der Weg nach Ottawa verkehrstechnisch recht
entspannt verlief holte uns hier die Rushhour ein. Wir schleppten und schoben
uns bis zu einem Parkhaus mitten in der City in der Nähe des Parlament Hills.
Zu Fuß ging es zum Parlamentsgebäude, wo Menschenmassen das
Anwesen bevölkerten. Wir rannten die obligatorische Runde und machten Beweisfotos
unserer Anwesenheit. Inzwischen kam auch die Sonne aus ihrer Deckung.
Durch die Innenstadt dann zurück zum Auto.
Ein büschn Glück ereilte uns beim Bezahlen des Parktickets
Das Parken war heute frei (sonst 18$/Tag). Da hatte Vinci (Vinci Park, scheinbar
Betreiber sämtlicher Parkhäuser und –plätze Kanadas) wohl seinen großzügigen Tag.
Für das letzte Stück nach Arnprior , wo wir zu nächtigen
geruhten, entschieden wir uns dann für die schnellste Strecke via Highway –
wobei schnell bei Tempo 100 relativ ist, zumindest aus deutscher Sicht.
Am Ziel suchten wir den hiesigen Supermarkt heim, der
sich als recht übersichtlich zeigte. Die Nahrungssuche endete mit Brotsticks
von DominoPizza.
Nachtrag.
Meine Recherche zum Massenaufkommen am Parlament Hill ergab
das jährliche Tulpenfestival vom 8.-18.Mai.
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