Nachdem ich im letzten Urlaub fremdgewandert bin, gibt es nun eine Fortsetzung nach bewährtem Konzept mit dem bewährten Reiseteam – nämlich Urlaub auf blauen Dunst mit Matze und mir.

Diesmal wollen wir 3 ½ Wochen den Osten Kanadas rund um die Großen Seen unsicher machen - ja natürlich, ist es klar, wenn wir die Großen Seen umrunden wollen, bleibt ein kurzer Abstecher in die USA nicht aus.

Wie immer an dieser Stelle der obligatorische Hinweis:

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nachtanzen.

Arbeitstitel:

sight-See-ing - Kanna da oder Kanna da nich

oder

Nordamerikas Big 5

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Samstag, 16. Mai 2015

16.05.15 Montreal – Ottawa – Arnprior



Die Nacht verlief ruhig und endete ohne den gestrigen Krachmacher gegen 7 Uhr.

Nach dem Frühstück sind wir gegen 9 Uhr zu Fuß los zum Mietwagenverleiher Alamo – die Strecke hatten wir ja bereits gestern erkundet. Nach dem Papierkrieg stellte man uns unser Gefährt für die nächsten 3 Wochen vor – ein SUV GMC Acadia 3,6l V6 mit 7 Sitzen in entsprechender Größe. 



Mein Kommentar dazu war:“ ... der ist aber ´n büschn klein.“ Dem Mitarbeiter schlief fast das Gesicht ein und sagte, er hätte noch was Größeres da, als Matze ihn auf den kleinen Scherz meinerseits hinwies.

Zurück zum Hotel auschecken. Zwischen 10 Uhr und halb 11 fuhren wir los. Unser erstes Ziel war der Mont Royal (Namesgeber der Stadt Montreal) für einen Blick über die Stadt – leider war das Wetter heute etwas zugezogen und somit fiel unser Aufenthalt auch etwas kurz aus. Während die letzten beide Tage mit sonnigen Aussichten aufwarten konnten, sollte es heute überwiegend trüb bleiben mit leichten Regenfällen.



Unser Route nach Ottawa führte erst nichtendend in nordwestlicher Richtung aus Montreal hinaus. Da wir die Highways aus landschaftlichen Gründen meiden wollten, schickt uns die Navitante natürlich alle möglichen Nebenstraßen lang, bis wir nicht mehr wussten wo wir grade waren, da in der Metropolregion alle Ortschaften fließend ineinander übergehen – aber wir wollten es ja so. 

Was uns gleich zu Beginn auffiel - Samstag scheint hier Flohmarkt bzw. Garagenverkauf zu sein. 




Raus aus der Metropole führte unser Weg zuerst am nördlichen Ufer des Sankt Lorenz Stromes entlang, bis wir bei Hawkesbury den Fluss überquerten und damit auch die Grenze zu Ontario – und plötzlich war man der englischen Sprache wieder mächtig.









Mittag nahmen wir bei KFC ein. Hier recherchierten wir noch ein wenig zu unseren heutigen Übernachtungsoptionen. Diese sahen leider, wie das heutige Wetter, ein wenig trübe aus. 

Aus nicht geklärten Gründen fanden sich keine freien Motels in Ottawa und der näheren Umgebung und so reservierten wir (online) ca.70km außerhalb in einem kleinen Nest names Arnprior.

Weiter ging es über Nebenstraßen, die jetzt landschaftlich nicht mehr so attraktiv waren, nach Ottawa. Und immer wieder saßen Leute mit Gabentischen vor ihren Anwesen, um ihren Krempel zu verticken.

Während der Weg nach Ottawa verkehrstechnisch recht entspannt verlief holte uns hier die Rushhour ein. Wir schleppten und schoben uns bis zu einem Parkhaus mitten in der City in der Nähe des Parlament Hills.

Zu Fuß ging es zum Parlamentsgebäude, wo Menschenmassen das Anwesen bevölkerten. Wir rannten die obligatorische Runde und machten Beweisfotos unserer Anwesenheit. Inzwischen kam auch die Sonne aus ihrer Deckung.







Durch die Innenstadt dann zurück zum Auto. 

Ein büschn Glück ereilte uns beim Bezahlen des Parktickets Das Parken war heute frei (sonst 18$/Tag). Da hatte Vinci (Vinci Park, scheinbar Betreiber sämtlicher Parkhäuser und –plätze Kanadas) wohl seinen großzügigen Tag. 

Für das letzte Stück nach Arnprior , wo wir zu nächtigen geruhten, entschieden wir uns dann für die schnellste Strecke via Highway – wobei schnell bei Tempo 100 relativ ist, zumindest aus deutscher Sicht. 

Am Ziel suchten wir den hiesigen Supermarkt heim, der sich als recht übersichtlich zeigte. Die Nahrungssuche endete mit Brotsticks von DominoPizza.



Nachtrag.
Meine Recherche zum Massenaufkommen am Parlament Hill ergab das jährliche Tulpenfestival vom 8.-18.Mai.
 

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