Nachdem ich im letzten Urlaub fremdgewandert bin, gibt es nun eine Fortsetzung nach bewährtem Konzept mit dem bewährten Reiseteam – nämlich Urlaub auf blauen Dunst mit Matze und mir.

Diesmal wollen wir 3 ½ Wochen den Osten Kanadas rund um die Großen Seen unsicher machen - ja natürlich, ist es klar, wenn wir die Großen Seen umrunden wollen, bleibt ein kurzer Abstecher in die USA nicht aus.

Wie immer an dieser Stelle der obligatorische Hinweis:

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nachtanzen.

Arbeitstitel:

sight-See-ing - Kanna da oder Kanna da nich

oder

Nordamerikas Big 5

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Sonntag, 31. Mai 2015

31.05.15 Toronto – Kingston



Der Tag begann wie der gestrige endete – mit Regen und unbehaglichen 10°C.
So sollte es ein Fahrtag werden. 

Die erste Aufgabe bestand darin direkt durch Toronto zu fahren ohne Abkürzung über die Autobahn. 

Auf Nebenstraßen ging es dann weiter direkt am Ontariosee entlang ohne großartig was davon zu sehen - wie die Kanadier das wieder hin bekommen haben – verrückt. Nur hin und wieder in kleineren Ortschaften, wie Wellington und Picton, lukte der See durch das uferbewuchernde Gestrüpp. 

Cobourg - Rathaus

Cobourg - Innenstadt

Lake Ontario bei Wellington

Prince Edward County

Prince Edward County - Brücke zum Festland


Allerdings machte der anhaltende Regen auch keine große Lust auf ausufernde Naturbegehungen. 

Aufgrund der Namensgebung der Ortschaften wähnten wir uns für einen kurzen Moment in Neuseeland.

Gegen 16 Uhr kamen wir an unsrem heutigen Tagesziel Kingston an  - nein, nicht Jamaika – Kingston/Ontario!

Da es immer noch regnete, legten wir erst einmal die Beine hoch. –am späten Nachmittag besorgten wir uns noch schnell was zu essen und den weiteren Abend verbrachten wir vorm TV, amüsierenderweise über das Programm der kanadisch-amerikanischen Sendeanstalten.

30.05.15 Niagara Falls – Toronto



Wetter heute Morgen etwas bedeckt bei 27°C.

Die Fahrt auf dem Highway nach Toronto verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Nebenstrecken an der Küste des Ontariosee waren laut Navi nicht vorgesehen.

Wir wählten ein Motel etwa 20km außerhalb in Flughafennähe, da die zentrumsnahen preislich doch rechte intensiv waren. Also mussten wir uns die Zeit zur Reinfahren in die City ans Bein binden.



Auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz ließen wir diesmal etwas mehr Sorgfalt walten. Gut, dass unser Motel gleich um die Ecke liegen würde konnten wir ausschließen, aber die Parkplatzpreise differierten doch schon etwas. Wir fanden einen für 5Ca$ für den ganzen Tag – einen günstigeren fanden wir wirklich nicht.

Der erste Weg führte zum CN Tower für den obligatorischen Überblick. Während das Wetter beim Eintritt in den Tower noch recht sonnig war, zogen bei unserer Ankunft auf dem Skydeck Wolken auf, die die Sicht einschränkten, bis es dann schließlich auch zu regnen begann. 










Nach ca.einer halbe Stunde verließen wir den CN Tower, der Regen hatte aufgehört und wir setzen unser Programm fort. Da wir unseren Reiseführer im Auto liegen gelassen hatten, mussten wir noch einmal zurück, da wir ja sonst völlig orientierungslos gewesen wären. 

Beim zweiten Anlauf unseres Tagesprogrammes fing es dann wieder an zu regnen und wir bekamen den Buckel gewaschen. Wir flüchteten erst einmal in einen Starbucks, um zu sichten wie wir unter diesen unbestimmten Wetterverhältnissen das besten machen könnten und entschieden in den Untergrund von Toronto abzutauchen, da auch hier ein weit verzweigtes Tunnelsytem, names PATH, existiert. 
Doch leichter gesagt als getan. Wie schon in Montreal taten wir uns mit dem Einstieg in die Unterwelt etwas schwer. Der nächste Einstiegspunkt sollte irgendwo am CN Tower sein. Nach mehrmaliges Nachfragen fanden wir ihn auch – natürlich durchnässt, denn es hatte nach einer kurzen Trockenphase wieder begonnen zu regnen.

Normalerweise ist der Einstieg nicht das Thema. Wenn man sich in der Innenstadt befindet sucht man einfach den nächsten Shoppingtempel auf und man ist drin. Wir befanden und allerdings weiter außerhalb und da gestaltet es sich schon schwieriger. Wir wollen ja schließlich auf kürzestem Wege hinunter, um nicht weiter als Amphibien hier oben umherspringen zu müssen.

Also pirschten wir uns bei Regen durch die unterirdischen Tunnel durch die Stadt, bei Außenkontakt Wetterlage prüfen und dann unten weiter.

Doch leider haben die meisten Läden hier unten am  Wochenende geschlossen, die Shopping Center natürlich nicht.


Zwischendurch kam uns Überlegung, ob wir die Stadtbesichtigung abbrechen, schließlich wollten wir Toronto nicht nur untertage sehen, sondern so von oben und außen wäre auch nicht schlecht.

Dann hörte es langsam auf zu regnen und wir beschlossen weiter zu gehen. 

In der Yong Street ereilte uns wiedermal Regen und wir tauchten ab bis wir an der City Hall wieder Tageslicht ohne Niederschlag schnupperten. Von da aus ging es Übertage weiter, entlang der Yong Street bis zum Parlamentsgebäude und durch Chinatown zurück.









Wieder am Auto fuhren wir noch einen Abstecher zum Hafen. Ein Foto der Skyline trotz des trüben Wetters musste sein und anschließend zurück zum Motel, welches wir gegen 8 Uhr erreichten Das Abendessen fand im Motelrestaurant statt – italienisch.




Das heutige Programm hatte es in sich – 2 ½ h Autofahrt, in knapp 7h gut 20 km gelaufen und das noch halb durchnässt  - uns hats gereicht.

Samstag, 30. Mai 2015

29.05.2015 Buffalo – Niagara Falls (Ontario)



Heute sonnig bei 24°C. 

Wir hatten zwei Möglichkeiten die Grenze nach Kanada zu passieren. Zum einen gleich hier in Buffalo oder in Niagara Falls. Uns schien es hier in Buffalo über die Peace-Bridge einfacher als über die touristenüberlagerte Rainbow Bridge direkt an den Fällen. Und so war es auch. Die Ami´s interessierten sich überhaupt nicht für uns, nach dem Motto „Hauptsache raus“.

Grenzübergang
Die Kanadier kontrollierten nur die Pässe stellten 2 Fragen und das wars. Keine Gepäckkontrolle o.ä., - und wir hatten uns noch vorher einen Kopf gemacht über die vier Bierbüchsen, die Matze nicht mehr geschafft hatte vorher zu leeren. So was nenn ich einen entspannten Grenzübergang. 

Achja …Maut war natürlich auch noch fällig 3,75 Ca$.

Gegen 10 erreichten wir unser Motel - Checkin war aber erst ab halb 3 möglich. 

Also kurvten wir ein wenig durch die Stadt und suchten eine Parkplatz möglichst dicht an den Fällen Am Skylon Tower bekamen wir einen für ganze 10Ca$ den ganzen Tag – Schnäppchen, dachten wir, da an den Parkuhren direkt an den Fällen schon 5 Ca$ für eine halbe Stunde fällig waren. Soweit so gut, nur kosteten die Parkplätze100m weiter nur noch 5Ca$ - aber es sollte noch besser kommen.

Erst mal rein in den Skylon und mal checken, was die hier so anbieten – Starbucks zum Beispiel, na da war doch erst mal ein verspätetes Frühstück fällig.

Wir entschieden zunächst zu den Wasserfällen zu gehen und die obligatorischen Neidfotos zu machen. Dort war auch das Visitor Center von wo man die ganzen Touren buchen kann. Der Adventurepass war für knapp 55CA$ zu haben. Nur leider enthielt er nicht das was wir wollten – z.B. Skylon Tower.




Nach einer ganzen Weile gingen wir zurück zum Skylon, um einen Blick  von oben über die Niagarafälle zu bekommen (12,50 Ca$/P). Anstehen mussten wir nicht lange und nach gut 20 min waren wir wieder unten. 


Danach bequatschte ich den Parkplatzwärter, dass wir abends nochmal wieder kommen durften, wenn wir schon 10Ca$ für den ganzen Tag bezahlt hatten. Obwohl eigentlich ja nicht, machte er eine Ausnahme – muss wohl an meinem Charme gelegen haben.

Auf dem anschließenden Spaziergang durch die Stadt merkten wir, dass unser Motel gleich um die Ecke war. Dabei hatten wir die Navitante vorher gefragt, wie weit es von den Fällen zu unserem Motel ist – 5 km. Da hatte sie sich aber ein klein wenig vermacht.
Weiter die Tourimeile entlang bis wir zu unserem Wagenzurückkehrten und die 500 Meter zum Motel zu einchecken fuhren.

Die gesamte Innenstadt kommt einem, vor wie ein Freizeitpark, ala Disneyworld.




Dann war Nachmittagsruhe bzw. –schläfchen angesagt.

Gegen 6 Uhr machten wir uns nochmal los zu Walmart, was für Abendessen zu besorgen.
Kurz vor 21Uhr ging es nochmal zu den Niagarafällen, da diese nachts beleuchtet werden und dieser Anblick war Pflichtprogramm. Außerdem ergaben unsere nachmittäglichen Recherchen, dass es freitags und sonntags zusätzlich ein Feuerwerk gibt. Also noch ein Grund mehr, das nächtliche Naturschauspiel aufzusuchen. 

Wir suchen uns ein geeignetes Plätzchen zum Fotoshooting. Ein abgesperrter Bereich, von wo aus das Feuerwerk starten sollte, wies uns den Weg.

So langsam füllte sich der Bereich um die Wasserfälle mit Schaulustigen. Mit der Dämmerung begann das nächtliche Farbenspiel. Wir warten eine gute Stunde, kurz nach 22 Uhr ging es mit dem Feuerwerk los - beides von der kanadischen Seite. 









Also mit Show und Shine, um etwas in Scene zu setzen, macht den Nordamerikanern so schnell keiner was vor.