Nachdem ich im letzten Urlaub fremdgewandert bin, gibt es nun eine Fortsetzung nach bewährtem Konzept mit dem bewährten Reiseteam – nämlich Urlaub auf blauen Dunst mit Matze und mir.

Diesmal wollen wir 3 ½ Wochen den Osten Kanadas rund um die Großen Seen unsicher machen - ja natürlich, ist es klar, wenn wir die Großen Seen umrunden wollen, bleibt ein kurzer Abstecher in die USA nicht aus.

Wie immer an dieser Stelle der obligatorische Hinweis:

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nachtanzen.

Arbeitstitel:

sight-See-ing - Kanna da oder Kanna da nich

oder

Nordamerikas Big 5

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Freitag, 15. Mai 2015

15.05.15 Montreal



Nachdem gestern bei uns beizeiten die Lichter ausgegangen sind, haben wir die Nacht ganz gut durchgeschlafen, bis wir dann heute morgen um 6Uhr – ey um 6, das ist mitten in der Nacht – von einem hämmer- und bohrwütigem Hausmeister oder ähnlichem lautstark geweckt wurden. Das hätte ja wohl auch noch 2 Stunden warten können. Na egal, nun waren wir wach und konnten auch aufstehen. 

Das Frühstück war umfangreicher als wir es aus den USA kannten, aber von einem deutschen soweit entfernt wir gerade geographisch. Aber so ist das halt hier.

Am Nachbartisch „belauschten“ wir ein Gespräch (es ließ sich nicht vermeiden) bei dem der eine English der andere Französisch sprach – schon witzig. Allerdings hatten wir zeitweise den Eindruck, dass die beiden sich nicht 100%ig verstanden.

Nach dem Frühstück ging es gegen 8 Uhr los. 

Ach so … bis dahin hatte sich der hämmernde, bohrende, morgendliche Störenfried nicht noch einmal bemerkbar gemacht… hmpf. War wohl der gemeinschaftliche amtliche Weckdienst – morgen gern ´n Stunde später!

Unser morgendlicher Ausflug führte uns erst einmal den Boulevard René-Lévesque bis zum Dorchester Square. Dort sollte sich unserer Recherche zufolge unser Autovermieter befinden. Volltreffer Von dort aus weiter über den Place du Canada zum Wolkenkratzer 1000 de La Gauchetière, dem höchsten in Montreal. Ein Stück weiter landeten wir am Busbahnhof. 
 
Irgendwo hier sollte der Zugang zu Montreals Unterwelt sein. Wir irrten noch ein wenig rum und konnten nichts dergleichen finden. und wir entschieden uns einfach mal in den Wolkenkratzer in der 1000 de La Gauchetière hineinzugehen und … siehe da, schon am Eingang ein Hinweis mit der Aufschrift RESO, dem wir gespannt folgten. 
 
Erst mit der Rolltreppe hoch dann wieder runder und wir befanden uns im Untergeschoss. Es sah aber alles irgendwie so leerreich aus. Zwar stürzten ein paar Leute hastiger weise durch die Gänge, aber irgendwie hatten wir uns das etwas anders vorgestellt, des hatte hier mehr so was von Konferenzräumen. Also fragte ich einen Mitarbeiter, der da so´n büschn teilnahmslos an der Info rumsaß. Der Info-matiker erzähle uns dann irgendwas in französischem Englisch von nächster Tür raus und um die Ecke, im nächsten Gebäude wieder rein und dann hätten wir’s. Und Tatsache der Kollege hatte recht.
Dorchester Square

ohne Kommentar

1000 de La Gauchetière

Untergrund die Erste



Hier sah es schon gaanz anders aus. Wir unterwanderten nun also Montreal nach einer kleinen Kaffeepause bei Starbucks bis zum Eaton Centre. Ein Stück vor der Universität McGill setzten wir unseren Weg wieder überirdisch fort. Dieser führte uns vorbei am Percival-Molson Memorial Stadium und Musée Des Hospitaliéres DE L 'Hôtel-Dieu DE MONTRÉAL durch Quartier Latin zum Champ de Mars (Marsfeld), wo noch ein Stück der alten Stadtmauer zu sehen war.


Eaton Centre

Universität McGill

Quartier Latin

Champ de Mars

Mittagspause legten wir traditionell bei McD ein um anschließend zum Château Ramezay, der ehemaligen Gouverneursresidenz, zu gehen. Hier warfen wir einen Blick hinein. Normalerweise ist das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich, aber heute, wies uns ein Wachmann dezent darauf hin, fände eine Veranstaltung statt und so könnten wir nur die Kelleretage begehen. Naja, außer einem großen Haufen … von Flaggen im Foyer war eh nichts Weltbewegendes zu entdecken. Also marschierten wir wieder raus und damit hatten wir unser Kulturprogramm für heute abgeschritten. 





Aber der Nachmittag war noch jung – es war grad mal 2 Uhr. Da auch Clairchen mittlerweile ihre heutige Schicht angetreten hatte, gingen wir zum alten Hafen und suchten uns eine Bank, auf der wir für eine Weile alle Fünfe grade sein ließen.



Auf dem anschließenden Weg durch die Rue de Notre Dame schafften wir es nur bis zu nächsten Straßencafe. Hier hockten wir eine Weile – Matze mit ein/zwei Bier, ich mit einer heißen Schokolade, die etwas Unverständnis bei der Kellnerin hervorrief  - und beobachten, was denn so für Leute die Straße entlang tingelten. Irgendwann wurde es uns zu langweilig und durch Chinatown ging es dann erst einmal zurück zum Hotel.

Gegen halb 5 suchten wir noch einmal die Saint Catherina auf, die Einkaufsmeile und Kneipenmeile Montreals. Nachdem wir diese einmal hoch und wieder runter gelaufen waren kehrten wir in ein Restaurant - bei Matze gab’s Burger bei mir Steak Die Preise in Montreal kann man durchaus als gehoben bezeichnen.





Auf dem anschließende Verdauungsspaziergang weiter ein Stück die Saint Catherina entlang, stießen wir auf so etwas wie ein Freiluftkonzert. Da wir ja doch ´n büschn neugierig sind, schauten wir uns dort ein wenig um. Naja, so ganz unser Musikgeschmack wurde da nicht angesprochen – ein Mischung aus Rock, Folk - und so zogen wir wieder von Dannen. Ein Stück weiter schien das Vergnügungsviertel (wie man das hier auch immer definiert) zu sein, zumindest was die Reklametafeln suggerierten. Allerdings war hier seltsames Publikum unterwegs und wir kehrten um zurück zu Hotel.
















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