Nachdem gestern bei uns beizeiten die Lichter ausgegangen
sind, haben wir die Nacht ganz gut durchgeschlafen, bis wir dann heute morgen
um 6Uhr – ey um 6, das ist mitten in der Nacht – von einem hämmer- und
bohrwütigem Hausmeister oder ähnlichem lautstark geweckt wurden. Das hätte ja
wohl auch noch 2 Stunden warten können. Na egal, nun waren wir wach und konnten
auch aufstehen.
Das Frühstück war umfangreicher als wir es aus den USA
kannten, aber von einem deutschen soweit entfernt wir gerade geographisch. Aber
so ist das halt hier.
Am Nachbartisch „belauschten“ wir ein Gespräch (es ließ
sich nicht vermeiden) bei dem der eine English der andere Französisch sprach –
schon witzig. Allerdings hatten wir zeitweise den Eindruck, dass die beiden
sich nicht 100%ig verstanden.
Nach dem Frühstück ging es gegen 8 Uhr los.
Ach so … bis dahin hatte sich der hämmernde, bohrende, morgendliche
Störenfried nicht noch einmal bemerkbar gemacht… hmpf. War wohl der
gemeinschaftliche amtliche Weckdienst – morgen gern ´n Stunde später!
Unser morgendlicher
Ausflug führte uns erst einmal den Boulevard René-Lévesque bis zum Dorchester
Square. Dort sollte sich unserer Recherche zufolge unser Autovermieter
befinden. Volltreffer Von dort aus weiter über den Place du Canada zum Wolkenkratzer
1000 de La Gauchetière, dem höchsten in Montreal. Ein Stück weiter landeten wir
am Busbahnhof.
Irgendwo hier sollte der Zugang zu Montreals Unterwelt sein. Wir
irrten noch ein wenig rum und konnten nichts dergleichen finden. und wir entschieden
uns einfach mal in den Wolkenkratzer in der 1000 de La Gauchetière
hineinzugehen und … siehe da, schon am Eingang ein Hinweis mit der Aufschrift
RESO, dem wir gespannt folgten.
Mittagspause legten wir traditionell bei McD ein um
anschließend zum Château Ramezay, der ehemaligen Gouverneursresidenz, zu gehen.
Hier warfen wir einen Blick hinein. Normalerweise ist das Gebäude der
Öffentlichkeit zugänglich, aber heute, wies uns ein Wachmann dezent darauf hin,
fände eine Veranstaltung statt und so könnten wir nur die Kelleretage begehen. Naja,
außer einem großen Haufen … von Flaggen im Foyer war eh nichts Weltbewegendes
zu entdecken. Also marschierten wir wieder raus und damit hatten wir unser
Kulturprogramm für heute abgeschritten.
Aber der Nachmittag war noch jung – es war grad mal 2
Uhr. Da auch Clairchen mittlerweile ihre heutige Schicht angetreten hatte,
gingen wir zum alten Hafen und suchten uns eine Bank, auf der wir für eine
Weile alle Fünfe grade sein ließen.
Auf dem anschließenden Weg durch die Rue de Notre Dame schafften
wir es nur bis zu nächsten Straßencafe. Hier hockten wir eine Weile – Matze mit
ein/zwei Bier, ich mit einer heißen Schokolade, die etwas Unverständnis bei der
Kellnerin hervorrief - und beobachten,
was denn so für Leute die Straße entlang tingelten. Irgendwann wurde es uns zu
langweilig und durch Chinatown ging es dann erst einmal zurück zum Hotel.
Gegen halb 5 suchten wir noch einmal die Saint Catherina
auf, die Einkaufsmeile und Kneipenmeile Montreals. Nachdem wir diese einmal
hoch und wieder runter gelaufen waren kehrten wir in ein Restaurant - bei Matze
gab’s Burger bei mir Steak Die Preise in Montreal kann man durchaus als gehoben
bezeichnen.
Auf dem anschließende Verdauungsspaziergang weiter ein
Stück die Saint Catherina entlang, stießen wir auf so etwas wie ein
Freiluftkonzert. Da wir ja doch ´n büschn neugierig sind, schauten wir uns dort
ein wenig um. Naja, so ganz unser Musikgeschmack wurde da nicht angesprochen –
ein Mischung aus Rock, Folk - und so zogen wir wieder von Dannen. Ein Stück
weiter schien das Vergnügungsviertel (wie man das hier auch immer definiert) zu
sein, zumindest was die Reklametafeln suggerierten. Allerdings war hier seltsames
Publikum unterwegs und wir kehrten um zurück zu Hotel.
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