Nachdem ich im letzten Urlaub fremdgewandert bin, gibt es nun eine Fortsetzung nach bewährtem Konzept mit dem bewährten Reiseteam – nämlich Urlaub auf blauen Dunst mit Matze und mir.

Diesmal wollen wir 3 ½ Wochen den Osten Kanadas rund um die Großen Seen unsicher machen - ja natürlich, ist es klar, wenn wir die Großen Seen umrunden wollen, bleibt ein kurzer Abstecher in die USA nicht aus.

Wie immer an dieser Stelle der obligatorische Hinweis:

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nachtanzen.

Arbeitstitel:

sight-See-ing - Kanna da oder Kanna da nich

oder

Nordamerikas Big 5

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Samstag, 6. Juni 2015

05.06.15 Montréal



An diesem Freitag begann das Formel 1 Wochenende mit dem Großen Preis von Kanada. Heute ist freies Training. Auch wir wollten uns dieses Spektakel mal anschauen und spontan vorbeischauen – wo wir doch schon mal hier sind. 

Wir hatten bereits Anfang der Woche mit diesem Gedanken gespielt und bereits die Ticketverfügbarkeit gecheckt - zumindest für Freitag noch nicht ausverkauft.

9 Uhr fuhren wir los. 10 Uhr sollte Start sein. Der Verkehr bis zur Île Notre-Dame lief soweit flüssig. Kurz vor der Rennstrecke dann Stau. 
Von den Sicherheitskräften immer fleißig durch gewunken kamen wir irgendwann wir auf einem Parkplatz. Als wir ausstiegen kam ein Securityfahrzeug vorbei und der Typ erzählte uns, dass wir hier  nicht parken können und uns doch weiter draußen einen Parkplatz suchen sollten. Toll, das fällt denen jetzt auf. Hätten die uns doch gar nicht erst bis hierher lotsen brauchen. Wir also wieder ins Auto und weitersuchen und fanden nach einigem rumgekurve dann auch einen Parkplatz, aber was die hier an Parkgebühren aufriefen, fanden wir schon eine kleine Frechheit - 25Ca$ für den ganzen Tag auf der ganzen Insel. 

Aha…das war also der Große Preis von Kanada. 

Damit fiel auch unser Besuch im Biosphère flach, denn wir waren nicht gewillt den Preis nur für mal eine Stunde im Museum zu bezahlen. 

Also Plan B und ab in die City. Aber auch dort bekamen wir keinen Parkplätze – entweder voll oder Preise, die einem die Augen tränen ließen 2,50Ca$ für 20 min oder 20 – 25 Ca$ für den Tag. Zudem kam der verschärfte Verkehr, es ging teilweise nur im Schritttempo von Ampel zu Ampel (oder ARRET-Schild).

Mittlerweile war es Mittag und wir waren ein wenig genervt. Unseren letzten Tag hier hatten wir uns entspannter vorgestellt. Wir stellten schließlich unseren Wagen nach einigem rumirren im Zentrum in einem Parkhaus für 15 Ca$ Tagespauschale ab und gingen zu Fuß weiter.
Es war heute nicht nur ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf dem Straßen sondern auch auf den Fußwegen zu verzeichnen. 

Irgendwie war es nicht mehr so entspannt, wie wir es vor drei Wochen in Erinnerung hatten, wo es bis zum Nachmittag doch etwas gemächlicher zuging.

Trotz des ganzen Wuhlings oder vielleicht auch deswegen brachte man es noch fertig eine Straße abzusperren, um eine Promotionaktion von Porsche, Lamborghini und Tesla zu starten. Wird doch wohl nicht mit dem Formel1 Wochenende  zusammenhängen?

Wir gingen in die Altstadt, aber auch hier war man in erwartungsvollem Treiben auf die zahlenden Formelgäste. Es wurden die Sonnenterassen hergerichtet, teilweise sogar noch zusammengenagelt oder auch die Sport-Souvenir-Kollektion ausgebreitet.

Wir konnten dem irgendwie nichts so richtig abgewinnen und trabten ab.

Auf dem Rückweg wollten einen Abstecher zum Olympiazentrum machen. Auf dem Weg dorthin begann es zu Regen wie aus Eimer und unser Besuch landete in demselben.
Wir begnügten uns mit einer fahrenden Runde um das Stadion. 

Für unser letztes Abendmahl hier in Kanada genügte uns ein schnelles Essen zum Mitnehmen von Subway und ThaiExpress.

Dann hieß es Koffer packen und den Wagen entmüllen, es hatte sich im Laufe der Wochen einiges angesammelt.

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