Nachdem ich im letzten Urlaub fremdgewandert bin, gibt es nun eine Fortsetzung nach bewährtem Konzept mit dem bewährten Reiseteam – nämlich Urlaub auf blauen Dunst mit Matze und mir.

Diesmal wollen wir 3 ½ Wochen den Osten Kanadas rund um die Großen Seen unsicher machen - ja natürlich, ist es klar, wenn wir die Großen Seen umrunden wollen, bleibt ein kurzer Abstecher in die USA nicht aus.

Wie immer an dieser Stelle der obligatorische Hinweis:

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie nachtanzen.

Arbeitstitel:

sight-See-ing - Kanna da oder Kanna da nich

oder

Nordamerikas Big 5

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Donnerstag, 4. Juni 2015

03.06.15 Québec



Das Wetter heute Morgen war recht freundlich. Nicht, dass es sommerlicher Züge angenommen hätte, aber zumindest regnete es nicht mehr und hatte 13°C. Und die Aussichten standen gar nicht schlecht, dass es sich in die richtige Richtung entwickeln würde.

Als Erstes machten wir unserem Motelbetreiber klar, dass wir noch einen Tag hier verbringen wollten – kein Thema.

Dann ab in die Stadt. Unseren Wagen stellten wir in der Altstadt für schnäppchenhafte 4Ca$/h ab und gingen zu Fuß weiter.

Durch kleine Gassen und Treppen schlichen wir auf die Anhöhe der Oberstadt.
Nach kurzer Zeit erreichten wir Hôtel de Ville, das städtische Rathaus und dem gegenüber Notre-Dame de Québec.


Gassen in der Altstadt

Gassen in der Altstadt

Notre-Dame de Québec

Hôtel de Ville

Ein paar Schritte weiter kamen wir zum Château Frontenac, einem Luxushotel und zentralen Gebäude im Stadtbild Québecs. Über eine laaange Treppe ging es zur Dufferin-Terrasse, von wo man einen sehr schönen Ausblick über die Stadt und den Sankt-Lorenz-Strom hat.
Mittlerweile kam auch die Sonne zum Vorschein und es fühlte sich schon ein wenig sommerlich an.

Chateau Frontenac

Blick über die Stadt von der Dufferin-Terrasse



Anschließend entlang der Stadtmauer zur Zitadelle von Québec, einer sternförmigen Festungsanlage, wo wir auch einen kurzen Blick hineinwarfen, aber auf eine geführte Tour keinen so richtigen Bock hatten.

Zitadelle von Québec

Auf dieser Runde kamen wir am Stadttor vorbei, ein Stück durch die Straßen der Unterstadt und zurück zum Rathaus und Notre-Dame de Québec. Dort warfen wir noch einen Blick ins Innere der Kathedrale. 

ein Stadttor

Straßen der Unterstadt

Notre-Dame von innen

Notre-Dame de Québec

Es war kurz nach Mittag und es ging weiter durch die Unterstadt, durch kleine Gassen mit Bars, Restaurants, Boutiquen und kleinen Trödelläden.

Die Mittagspause legten wir am Place Royale in der Unterstadt ein Dieser Platz wurde aufwändig restauriert und ist die Stelle ältester französischer Besiedlung im heutigen Québec.
Im dem Cafe fragte Bedienung kurz nach unserer Herkunft – Germany - und dann ging es auf Deutsch weiter – na, es geht doch.

Place Royale

Place Royale mit Notre-Dame-des-Victoires

Aufgrund des Wetters hatten wir draußen niedergelassen. Kurz darauf nahm jemand am Nebentisch Platz und fragte ebenfalls woher wir kämen und schon bekamen wir, auf Englisch, einen Monolog des Einheimischen. Mir blieb nur bejahendes Nicken.

Die französische Fassade bröckelt eine wenig – Bedienungen die deutsch sprechen, Einheimische, die von selbst englisch reden, keine französischen  Autos fahren - wir sind eben doch auf dem Nordamerikanischen Kontinent.

Zum Nachmittag fuhren wir zum Wasserfall Chute-Montmorency. Auch hier sind natürlich Parkgebühren von12Ca$ zu entrichten. Ich glaube, wir haben auf dieser Tour mehr Kosten für Parkgebühren gehabt als für Übernachtungen.

Zum Wasserfall selbst hat man 3 Möglichkeiten hinzukommen. Erstens, man fährt für rund 11Ca$ mit der Seilbahn. Zweitens, man läuft hinauf über eine steile Treppe mit gefühlten 300.000 Stufen. Übrigens ist diese bei den Fitnessfans hier sehr beliebt – die joggen hier stundenlang hoch und runter.

Drittens, man nimmt das Auto, wenn man weiß, wie man hochkommt. Wir wußten es zu diesem Zeitpunkt nicht, ergo nahmen wir die …. Treppe. Wir waren ja heute schon im Training.
Oben angekommen sahen wir, dass hier oben eine Art Park war, der natürlich mit dem Auto anzufahren ist.

"die Treppe" von unten

"die Treppe" von oben
der Matze ... na ja




Tja Wissen ist Macht und Nichtwissen … läßt einen Treppensteigen.

Wir nahmen es sportlich und machten die Runde mit dem Abstieg komplett.

Damit ist unser Pensum Treppensteigen ist für die nächsten Wochen erfüllt.

Im Anschluss fuhren wir noch Stück auf dem Hwy 138, in der Annahme noch etwas Flusslandschaft mitnehmen zu können. Aber wirklich sehenswert war da nichts Autobahn halt mit dichter Bewucherung des Ufers. 

Zum Abendessen fuhren wir noch ein bisschen rum und landeten schließlich wieder bei Mikes.

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