Hey, nach dem es an den letzten beiden Tage geregnet
hatte, begann der heutige Tag – mit Regen. Na Super und lauschige 10°C.
Heute früh waren wir mal wieder auf der Suche nach
Briefmarken. Dass es diese hier in den Drogerien gibt, wussten wir ja schon.
Nur, wo war die nächste? Da wir uns großes Rumsuchen sparen wollten fragten wir
gleich im Motel nach.
Die Info: Gleich über die Straße an der Tanke – aha, das
war gleich die erste Fehlinformation des Tages und es wurde immer besser.
Der
Typ dort wusste erst gar nicht was wir wollten. Als wir ihn dann entsprechend
aufgeklärt hatten, was wir mit „stamps“ wollten, schickte er uns gleich mal
zurück in die Richtung aus der wir kamen. Nee – so nicht. Wir wollten
schließlich weiter und nicht zurück. Also nochmal. Dann gab er uns die eine
Drogerie in unserer Richtung.
Dort angekommen, war auch nichts zu bekommen. Die
schickten uns dann auch mal eben über die Straße zur nächsten Drogenhandlung,
wo wir dann endlich fündig wurden.
Bevor wir Kingston verließen, wollten wir uns die Innenstadt
mal näher ansehen, die im Reiseführer durch ihre Bauten als sehenswert
deklariert war .Leider lud das Wetter nicht zu längerem Verweilen ein.
| Kingston St. Mary´s Cathedral |
| Kingston Innenstadt |
| Kingston City Hall |
Die heutige Route führte weiter entlang des St. Lorenz
Stromes bis Gananoque, ab da der 1000 Island Parkway bis Cornwall.
| St. Lorenzstrom |
| 1000 Islands |
Zwischendurch hielten wir noch in Prescot am Fort
Wellington, welches die Schifffahrt auf dem Sankt Lorenz Strom im britisch-amerikanischen
Krieg schützte. Sie ist eine der am besten erhaltenen Festungen des 19.
Jahrhunderts in Kanada.
| Fort Wellington |
Bei Cornwall fuhren wir auf die Autobahn und ein Stück
weiter kamen wir wieder in den Bundesstaat Quebec - und man merkte es gleich
- man wurde gleich wieder auf
Französisch angesprochen.
In Montreal überquerten bzw .unterfuhren wir den St.
Lorenz Strom, natürlich nicht ohne eine gehörige Packung Stau mitzunehmen, es
war schließlich Rushour. Dann weiter bis Sorel Tracy unserem heutigen Ziel.
Mit über 400km war dies die längste Etappe unsere Tour.
In Sorel-Tracy wollten wir auf blauen Dunst die
Übernachtungsmöglichkeit ansteuern, also ohne vorherige Buchung via Internet.
Doch irgendwie war hier alles ganz anders.
Wenn man bisher die Hauptstraße entlangfuhr, kam man
zwangsweise in die Gegend, wo sich sämtliche Motels und Lokale befanden, doch
hier nicht.
Wir irrten erst ein wenig durch die Ortschaft, bevor wir
beschlossen uns eine Location mit Internetanschluss, in diesem Falle ein Tim
Hortens, aufzusuchen und im Web zu recherchieren. Wir wurden dann auch recht
schnell fündig, aber keines der üblich verdächtigen Motels. Wir mussten wieder
ein Stück zurück etwas außerhalb von Sorel-Tracy. Da Motel war sehr schön
gelegen, direkt am St. Lorenz Strom.
| Motel am St.Lorenzstrom |
Da ich keinen Bock mehr hatte großartig in der Gegend
rumzusuchen. versuchten wir in einem Walmart in der Nähe unser Abendessen zu
besorgen. Aber irgendwie war da nichts zu holen. Der Foodbereich war sehr
übersichtlich, dafür war die Outdoorabteilung umso besser bestückt – also wie
gesagt, es war hier alles etwas anders.
Also ab zu nächsten Supermarkt, in dem wir dann fündig
wurden. Erschwerend kam hinzu, dass hier alles auf Französisch gekennzeichnet
ist – also nix mit zweisprachig in Staate Quebec..
Was mir hier in diesem Nest extrem aufgestoßen ist, ist
die inflationäre-Verwendung von STOPP Schildern (in Quebec am ARRET zu erkennen). Das All-Way-Stopp ist ja
allgemein bekannt – kurz zur Erläuterung: Wer zuerst an der Haltelinie ist,
fährt, egal ob von rechts, links oder sonstwo.
Aber was die hier in dem Kaff praktizieren, geht gar
nicht. An jeder Kreuzung und es gibt hier ne Menge, dieses All-Way-Stopp – auf
800m Strecke 7 mal Stopp und dann auf einmal kein All-Way Stopp, sondern nur Stropp
auf den Nebenstraßen – da rechnet doch keiner mit. Ich habe den Eindruck die
Stadtverwaltung lebt entweder einen Fetisch mit Stoppschildern aus oder hat
einen Exklusivvertrag mit einem Schilderhersteller.
Ein Versuch die Innenstadt verkehrsarm zu gestalten fällt
als Hintergedanke aus, da auch Radfahrer alle 100m anhalten müssen.
Jedenfalls fährt es sich extrem anstrengend, besonders
wenn man den ganzen Tag unterwegs war und die Konzentration etwas auf der
Strecke geblieben ist.
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